„Neues Heavy Metal in der Sicherheitstechnik“ – Impulse für mehr Resilienz, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit
Zwei intensive Kongresstage voller fachlicher Impulse, spannender Diskussionen und wertvoller Begegnungen liegen hinter uns. Mit dem VfS-Jahreskongress 2026 in Berlin ist es erneut gelungen, Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Politik zusammenzubringen und den aktuellen Herausforderungen der Sicherheitsbranche eine gemeinsame Plattform zu geben.
Unter dem Motto „Neues Heavy Metal in der Sicherheitstechnik“ standen die Themen im Mittelpunkt, die die Branche heute und in Zukunft bewegen: der Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS), die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie, Künstliche Intelligenz in der Sicherheitstechnik, Zivil- und Katastrophenschutz, moderner Zufahrtsschutz sowie innovative Ansätze wie der digitale Zwilling in der Perimetersicherheit.
Den Auftakt des Kongresses gestaltete Ministerialdirektorin Andrea Schumacher, Abteilungsleiterin für Zivile Verteidigung, Katastrophenhilfe und Waffenrecht im Bundesministerium des Innern. In ihrer Keynote zur Situation Kritischer Infrastrukturen in Deutschland gab sie einen hochaktuellen Einblick in die Entwicklungen rund um das KRITIS-Dachgesetz und zeigte die Bedeutung eines ganzheitlichen Schutzes kritischer Systeme für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft auf.
In den Fachvorträgen und Diskussionsrunden wurde deutlich, dass Sicherheit heute weit über einzelne technische Maßnahmen hinausgeht. Erfolgreiche Schutzkonzepte erfordern insbesondere für Kritische Infrastrukturen und deren Lieferketten ein enges Zusammenspiel aller Beteiligten. Reaktionsgeschwindigkeit, Praxisnähe, sektorübergreifende Zusammenarbeit und die intelligente Nutzung neuer Technologien sind wesentliche Erfolgsfaktoren für mehr Resilienz und Sicherheit.
Auch der zweite Kongresstag war neben hochkarätigen Fachvorträgen vor allem von einem intensiven Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Politik geprägt. Ein besonderer Schwerpunkt lag am Vormittag auf der internationalen Sicherheitslage aus der Perspektive des Bundesnachrichtendienstes, vertreten durch Dr. Ole Diehl, Vizepräsiden a.D. Aufbauend darauf wurde die im März veröffentlichte Nationale Wirtschaftsschutz-strategie durch das Bundesministerium des Innern, Ministerialdirektor Dr. Christian Klos, Abteilungsleiter Öffentliche Sicherheit, eingeordnet und ihre Bedeutung für den Schutz von Unternehmen, Lieferketten und Kritischen Infrastrukturen erläutert. In einer anschließenden Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative Wirtschaftsschutz standen insbesondere die Herausforderungen einer zügigen und praxisnahen Umsetzung der Strategie im Fokus. Deutlich wurde dabei, dass Wirtschaftsschutz nur durch ein enges Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft wirksam gestaltet werden kann.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt an beiden Kongresstagen die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Sicherheitstechnik. Die Teilnehmenden diskutierten sowohl die Potenziale als auch die Herausforderungen moderner KI-Anwendungen und deren Beitrag zu einer effizienteren Risikoerkennung, Gefahrenabwehr und Sicherheitssteuerung. Gleichzeitig wurde die Bedeutung eines verantwortungsvollen und rechtssicheren Einsatzes neuer Technologien hervorgehoben.
Begleitend zum Kongress präsentierten zahlreiche Aussteller innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen aus der Sicherheitstechnik. Die Fachausstellung bot vielfältige Möglichkeiten, neue Entwicklungen kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis zu diskutieren.
Als Verband für Sicherheitstechnik verfolgen wir das Ziel, aktuelle Entwicklungen sichtbar zu machen, den Wissenstransfer zu fördern und den Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Sicherheitsbranche zu stärken. Gerade der offene Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden machten den Kongress erneut zu einem bedeutenden Treffpunkt der Branche.
Auch Tage nach der Veranstaltung wirken die zahlreichen Gespräche, neuen Perspektiven und Denkanstöße noch nach. Der Kongress hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch sich die Sicherheitstechnik entwickelt und wie wichtig gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft sind.
Unser herzlicher Dank gilt allen Moderierenden , Referierenden, Ausstellenden, Partnern und Teilnehmenden, die den VfS-Jahreskongress 2026 zu einer erfolgreichen und inspirierenden Veranstaltung gemacht haben.
Gemeinsam treiben wir die Sicherheitstechnik weiter voran – für mehr Resilienz, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wir freuen uns bereits auf den nächsten VfS-2