KRITIS

Sektoren, Lösungen, Austausch

KRITIS Sektoren

In allen Sektoren der Kritischen Infrastruktur sind Informationen und Informationsgewinnung genauso von Bedeutung wie die Handhabung von Schutzmaßnahmen

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Sektor Energie

Strom, Gas, Fernwärme, Erdöl

Sektor Wasser

Trinkwasserversorgung, Abwasser

Sektor Weltraum

Betrieb von Bodenstationen, Satellitenkommunikation

Sektor Transport & Verkehr

Luftfahrt, Schiene, See- und Binnenschifffahrt

Sektor Staat & Verwaltung

Kernaufgaben des Staates, Meldewesen, Notfalldienste

Sektor Siedlungsabfall & Entsorgung

Abfallsammlung, Entsorgung und Recycling-Anlagen

Sektor Ernährung

Lebensmittelproduktion & -handel

Sektor Finanz & Versicherungswesen

Banken, Börsen, Bargeldversorgung, Essenzielle Versicherungsleistungen (Kranken-/Rentenversicherung)

Sektor Gesundheit

Krankenhäuser, Arzneimittelversorgung

Sektor Informationstechnik & Telekommunikation

Rechenzentren, Cloud-Anbieter, Internet-Knotenpunkte

Das KRITIS Sektoren FAQ

Welche Branchen zählen offiziell zu den KRITIS-Sektoren?

Das KRITIS-Dachgesetz definiert elf Sektoren als lebensnotwendig für das Gemeinwesen: Energie, Wasser, Ernährung, Transport & Verkehr, Gesundheit, Finanzwesen, Versicherungswesen, IT & Telekommunikation, Weltraum, Siedlungsabfall sowie die Öffentliche Verwaltung. Jede dieser Branchen hat spezifische Anforderungen an die physische Absicherung ihrer Infrastruktur, die über die reine IT-Sicherheit hinausgehen.

Maßgeblich ist in der Regel die Versorgung von mindestens 500.000 Personen. Es gibt jedoch sektorspezifische Besonderheiten: In Bereichen wie dem Weltraum oder der Energieerzeugung können auch kleinere Anlagen aufgrund ihrer systemischen Bedeutung oder ihres Gefahrenpotenzials unter die Regulierung fallen.

Die Kritische Dienstleistung beschreibt das gesellschaftliche Gut (z. B. die Versorgung mit Trinkwasser). Die Kritische Anlage ist die physische Infrastruktur, die diese Dienstleistung ermöglicht (z. B. das Wasserwerk oder der Hochbehälter). Das KRITIS-Dachgesetz fordert explizit den Schutz der Anlagen vor physischer Einwirkung wie Sabotage oder Naturkatastrophen.

Unternehmen, die Dienstleistungen in verschiedenen Sektoren erbringen (z. B. Stadtwerke mit Energie und Wasser), müssen für jeden Bereich prüfen, ob die spezifischen Schwellenwerte erreicht werden. In der Risikoanalyse gemäß KRITIS-Dachgesetz müssen die Abhängigkeiten zwischen den Sektoren (Interdependenzen) zwingend berücksichtigt werden, da der Ausfall einer Sparte oft Kaskadeneffekte auslöst.

Jeder Sektor ist mit individuellen physischen Bedrohungen konfrontiert. Während im Sektor Energie der Schutz vor Drohnenangriffen an Umspannwerken dominiert, steht im Sektor Gesundheit die Zutrittskontrolle zu sterilen Bereichen oder Medikamentenlagern im Fokus. Die Branchenspezifischen Sicherheitsstandards (B3S) übersetzen die allgemeinen gesetzlichen Vorgaben in konkrete technische Maßnahmen für Ihre Branche.

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Wir informieren umfassend und produktunabhängig über neue Entwicklungen in der Sicherheitstechnik. Dabei stehen die Bedürfnisse der Anwender/Nutzer im Vordergrund. Aktuelle Entwicklungen bei Bedrohungsszenarien, technischer Fortschritt bei der Entwicklung sicherheitstechnischer Anlagen, gültige Richtlinien und organisatorische Abhängigkeiten bestimmen die Inhalte unserer Informationsveranstaltungen.

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